Es gibt viele sogenannte Hausregeln, die zweifellos ihren Wert haben, um bestimmte Aspekte des Spiels zu betonen. Die Regeln, die wir hier im Detail behandeln, sind jedoch die am häufigsten verwendeten – die der Kubb-Weltmeisterschaft.
Ein Kubb-Set wird in der Regel aus Gummibaumholz gefertigt – einem harten, stoßdämpfenden Holz, das nicht so leicht abplatzt oder splittert. Die 10 Kubbs sind rechteckige Blöcke, 15 cm hoch und 7 × 7 cm im Querschnitt. Der König ist ein größeres Stück, 30 cm hoch und 9 × 9 cm im Querschnitt – meist mit einem Kronendesign auf der Oberseite verziert. Die 6 Wurfhölzer sind 30 cm lang und haben einen Durchmesser von 4,4 cm. Zum Kubb-Set gehören außerdem 6 Feldmarkierungsstifte: 4 zur Kennzeichnung der Spielfeldecken und 2 zur Markierung der Mittellinie (Letztere fehlen bei vielen Sets).
Kubb wird auf einem rechteckigen Spielfeld von 5 Metern Breite und 8 Metern Länge gespielt. Es wird durch vier Feldmarkierungsstifte begrenzt – einen an jeder Ecke. Zwei weitere Markierungsstifte in der Mitte der Seitenlinien teilen das Feld in zwei Hälften. Zusätzliche Markierungen (z. B. Kreidelinien) sind erlaubt, solange sie das Spiel nicht behindern. An den kurzen Seiten (den Grundlinien) werden jeweils fünf sogenannte Grundlinienkubbs in gleichem Abstand aufgestellt. Der König steht aufrecht in der Mitte des Spielfeldes.
Das Spiel beginnt, indem Team A zwei Wurfhölzer von hinter der eigenen Grundlinie – beide Füße innerhalb der Seitenlinie – auf die Grundlinienkubbs von Team B wirft, mit dem Ziel, sie umzuwerfen. Jeder Wurf muss unterhändig erfolgen, wobei das Ende des Wurfholzes in Flugrichtung zeigt. Eine horizontale Drehung des Wurfholzes (wie bei einem Hubschrauberblatt) ist nicht erlaubt.
Das Wurfholz wird unterhändig geworfen, wobei das Ende des Wurfholzes in Wurfrichtung zeigt.
Danach wechselt das Spiel den Besitzer: Kubbs, die Team A umgeworfen hat, werden von Team B aufgenommen und in die Spielfeldhälfte von Team A zurückgeworfen. Diese Kubbs gelten nun als ins Spiel gekommen und heißen ab jetzt Feldkubbs – im Unterschied zu den Grundlinienkubbs auf den Grundlinien. Landet ein Feldkubb ungültig außerhalb der Spielfeldhälfte von Team A, ist ein erneuter Wurf erlaubt. Bei einem zweiten Fehlwurf darf Team A diesen Feldkubb frei innerhalb der eigenen Spielfeldhälfte platzieren – vorausgesetzt, er liegt mindestens eine Stablänge vom König und von den Spielfeldecken entfernt. Erst nachdem alle Feldkubbs geworfen wurden, dürfen ungültig geworfene Feldkubbs erneut geworfen werden. So lässt sich jeder ungültige Kubb mit den nächsten Feldkubb-Würfen wieder ins Spiel bringen.
Feldkubbs, die erfolgreich innerhalb der Spielfeldhälfte von Team A landen, werden genau an der Stelle wieder aufgestellt, an der sie liegen geblieben sind – und zwar in der von Team A gewählten Ausrichtung. Ein Feldkubb, der auf der Spielfeldgrenze landet, muss so aufgestellt werden, dass sich mindestens die Hälfte seiner Basis innerhalb des Spielfeldes befindet.
Team B wirft nun vier Wurfhölzer auf die Kubbs von Team A. Bevor Team B jedoch auf die Grundlinienkubbs zielen darf, muss es zuerst alle stehenden Feldkubbs innerhalb der Spielfeldhälfte von Team A umwerfen. Wird ein Grundlinienkubb umgeworfen, bevor alle Feldkubbs gefallen sind, muss er wieder aufgestellt werden – er bleibt ein Grundlinienkubb. Ein Kubb, der im Verlauf eines Zuges korrekt umgeworfen wurde, bleibt umgeworfen, auch wenn er später im selben Zug versehentlich wieder aufgerichtet wird.
Das Spiel geht auf diese Weise weiter: Team A und B werfen nun abwechselnd alle sechs Wurfhölzer, bis es einem Team gelingt, alle Feld- und Grundlinienkubbs in der gegnerischen Spielfeldhälfte umzuwerfen. Hat dieses Team noch Wurfhölzer übrig, darf es versuchen, den König umzustoßen. Das Team, das den König erfolgreich umstößt, gewinnt das Spiel.
Wichtig: Der König darf erst umgestoßen werden, wenn alle gegnerischen Kubbs bereits gefallen sind. Wird er vorher umgeworfen – durch ein Wurfholz oder einen Kubb –, verliert das verantwortliche Team sofort das Spiel.
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Dieses Set hat die offiziellen Maße, wie sie bei Turnieren und Meisterschaften weltweit verwendet werden. Und was noch wichtiger ist: Es besteht aus stoßdämpfendem Gummibaumholz – einem robusten Material, das nicht so leicht splittert oder abplatzt und sich damit perfekt für häufiges Spielen im Freien eignet.
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